Pickeln vorbeugen und Akne loswerden

Lange Zeit wurde Akne als separate Krankheit ohne große Wechselwirkung mit anderen Krankheiten oder gar der Ernährung betrachtet. Unter anderem lag dies an zwei Studien aus den 60ziger und 70ziger Jahren, die schlichtweg falsch waren.

Wie viel Einfluss die Ernährung, auf den Ausbruch (nicht jeder Hauttyp, der vermehrt zu Akne neigt, bekommt sie auch) der gefürchteten Pickelpest hat, wurde erst in jüngster Zeit erkannt. Und sie tritt bei weitem nicht nur bei pubertierenden Jugendlichen auf.

Akne und die Ernährung

Da die Haut das größte Ausscheidungsorgan des Körpers ist, zeigen Dinge wie z.B. eine Glutenunverträglichkeit (Weizenprodukte), ein entzündeter Darm, aber auch Diabetes zu allererst über die Haut. Durch übergroße Talgproduktion werden Bakterien und Fremdpartikel in den Hautporen eingeschlossen und entzünden sich. Und die Talgproduktion wird maßgeblich über Hormone gesteuert, welche in direktem Zusammenhang mit dem Blutzuckerspiegel stehen. Die größten Verursacher unter den Nahrungsmitteln sind demnach die, welchen einen hohen glykämischen Index haben, also den Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen lassen: Weizen, (Frucht)Zucker, Milch und Milchprodukte. Damit hat du immer noch keinen Erfolg? Also was tun gegen Pickel? Hier ist die Antwort.

Studien ergaben, das bei ALLEN Naturvölkern, ob in Grönland, Neuseeland, Südamerika oder sonst wo, Akne vollkommen unbekannt war. Auch ohne teure Kosmetika. Nichteinmal Teenager waren geplagt, bis auch sie mit den Geißeln, pardon, Segensgaben, unserer Zivilisation beglückt wurden. Seither ist dort Akne genauso verbreitet, wie bei uns -eine genetische Veranlagung kann also ausgeschlossen werden.

Vorbeugende, innere Maßnahmen gegen Akne

Dementsprechend ist die einfachste Behandlungsmöglichkeit: Die Umstellung der Ernährung. Verzichten Sie doch einmal für drei bis vier Wochen auf Weizenprodukte. Sie werden erstaunt sein, wie sehr sich ihre Haut verändert. Und keine Angst, die Umstellung ist reine Gewohnheitssache.

Alles, was den Stoffwechsel ins Gleichgewicht bringt wie täglich etwas Apfelessig in ein Glas Wasser gerührt trinken, Aufnahme von genügend Ballaststoffen und Antioxidantien (=Hemmung von Entzündungsprozeßen im Körper), mindestens 2,5 Liter Wasser oder Kräutertees täglich (Ausleitung von Giftstoffen), entschlackende und die Nierentätigkeit anregende Tees wie Brennnessel, Birkenblätter oder Ackerschachtelhalm hilft vorbeugend von Innen heraus einen Akneausbruch abzuwehren.

Natürliche Aknemittel für die äußere Anwendung

Ist es im Fall der Fälle soweit, helfen frische, zerstoßene Blätter von Spitzwegerich oder Minze direkt auf die Stelle aufgetragen. Oder eine Waschung mit Eichenrindenabkochung. Das diese Kräuter desinfizierend, entzündungshemmend, adstringierend (zusammenziehend)und beruhigend auf die Haut wirken, wusste schon die alte Kräuterfrau Maria Treben zu berichten.

Auch Zinksalbe wirkt gegen Pickel, Furunkel, Abzeße und Co. Sogar Zitronensaft (frisch gepreßt) soll, aufgetragen und nach 10 Minuten abgewaschen ein hilfreiches sein.

Cellulite – Welche Formen der Behandlung gibt es?

Die schlechte Nachricht vorweg: Das schnell wirkende Wundermittel gegen Cellulite wurde leider noch nicht entdeckt.

Wollen wir der ungeliebten Orangenhaut mit natürlichen Methoden begegnen, so macht es selbstverständlich Sinn, an den Cellulite-Ursachen anzusetzen. Cremes und Hausmittel mögen als begleitende Maßnahmen hilfreich sein, doch nur eine dauerhafte Umstellung der Lebensweise verspricht nachhaltigen Erfolg.

Gegen eine genetische Veranlagung kann man wohl nichts tun, jedoch kommen auch genetische Faktoren nur unter bestimmten Voraussetzungen zum Zuge.Mit anderen Worten, selbst wenn ich eine Neigung zu schwachen Bindegewebe mitbringe, kann ich vieles tun, damit diese nicht oder kaum zum Vorschein kommt, indem ich die anderen Risikofaktoren ausschalte.

Die bekannten Risikofaktoren sind vor allem falsche Ernährung bis hin zu Übergewicht, aber auch übermäßiger Konsum von Alkohol und Tabak, zu viel Stress und zu wenig Schlaf. Auch die Anti-Baby-Pille kann einen ungünstigen Einfluss auf das hormonelle Gleichgewicht der Frau ausüben und somit das Entstehen von Orangenhaut begünstigen.

Die Grundlage für eine ganzheitliche Behandlung besteht aus täglicher Bewegung und gesunder, vitalstoffreicher Ernährung.

Täglich 20 Minuten Bewegung!

Die Bedeutung von Bewegung für die Gesundheit und das Wohlbefinden kann gar nicht überbewertet werden! Denken wir an unsere Vorfahren: nur stundenlange Bewegung an frischer Luft mit reichlich Training von Ausdauer und Kraft sicherte ihr Überleben als Jäger und Sammler. Cellulite dürfte ein Problem sein, dass den Steinzeitmenschen vollkommen unbekannt war! Ganz und gar nicht artgerecht aber ist unsere heutige moderne Lebensweise, oftmals stundenlang auf einen Bildschirm starrend, dazu kalorienreiche, aber vitalstoffarme „Lebensmittel“ in uns hineinstopfend.

Tägliche Bewegung ist der erste Schritt zu einer gesunden Lebensweise! Welcher Art ist Geschmackssache. Sinnvoll ist auf jeden Fall eine Kombination von Ausdauersport und gezieltem Muskelaufbau für die Beine.

Joggen, Schwimmen und Fahrradfahren, aber auch Tanzen bringen den Kreislauf in Schwung und sorgen somit für eine bessere Durchblutung des Bindegewebes. Professionelle Tänzer und Tänzerinnen haben in der Regel wunderschöne Beine! Es muss nicht immer übertriebener Ausdauersport sein, auch Tango tanzen hilft oder gezieltes Walking.

Wichtig ist es, sich täglich mindestens zwanzig Minuten zu bewegen. Zwei bis dreimal die Woche gezielter Muskelaufbau für die Beine vervollständigt das Programm. Das können gezielte Anti-Cellulite-Übungen für zuhause aus dem Yoga oder dem Pilates sein, aber auch ein Besuch im Fitnessstudio kann Wirkung zeigen.

Basenüberschüssige Ernährung

Aus Sicht vieler ganzheitlicher Therapeuten stellt die Übersäuerung des Körpers die Hauptursache zahlreicher Krankheiten dar, auch die der Cellulite. Aus der dieser Sichtweise ist Cellulite mehr als ein ästhetisches Problem, sondern ist ein Warnsignal, dass der Körper nach mehr basischen Mineralien hungert.

Tierische Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte, aber auch die meisten Getreide werden vom Körper sauer verstoffwechselt und führen dazu, dass dem Körper basische Mineralstoffe entzogen werden. Das Bindegewebe ist unser Nährstoffdepot und wird so systematisch geschwächt. Fallen zu viele Säuren an, so kann der Körper sie nicht vollständig ausscheiden und lagert sie erst einmal im Bindegewebe ab – sichtbar als Orangenhaut.

Es ist nicht notwendig, die genannten Lebensmittel vollständig zu vermeiden, jedoch sollten sie im Idealfall maximal dreißig Prozent unseres Speiseplans ausmachen. Stark sauer wirken jedoch Zucker, Fertiggerichte, Alkohol und Kaffee. Je weniger hiervon konsumiert wird, um so besser! Auch das Rauchen gehört definitiv zu den Gewohnheiten, die sowohl unserer Gesundheit als auch unserer Schönheit schaden. Vielleicht Motivation genug, damit aufzuhören?

Und nun zu den basenüberschüssigen Lebensmitteln, die nach Herzenslust genossen werden dürfen. Diese sind: Alle Sorten von frischen Gemüsen und Obst, Salate, Wildkräuter, Sprossen, Algen, Pilze, Kartoffeln, Quinoa, Mandeln und Maroni. Die meisten pflanzlichen Lebensmittel sind also uneingeschränkt empfehlenswert.

Klingt nicht besonders genussvoll? Das kann es aber sein. Es gilt, ein ganzes neues kulinarisches Universum zu entdecken. Die Vielzahl an Bücher über vegane Lebensweise, die neuerdings den Markt überschwemmen, können helfen, genauso wie die zahllosen Internetbeiträge zum Thema. Ziel ist es wie gesagt nicht, Veganer zu werden, sondern sich basenüberschüssig zu ernähren.

Derzeit ist Weizen als Lebensmittel in die Kritik geraten. Viele Menschen leiden unter einer latenten Unverträglichkeit von Gluten, dem Weizeneiweiß. Einige Frauen berichten vom vollständigen Verschwinden ihrer Cellulite, nachdem sie Weizen für einige Monate von ihrem Speiseplan gestrichen haben.

Den Körper entsäuern

In der Phase der Umstellung können viele Maßnahmen die Entsäuerung beschleunigen. Vollbäder auf der Basis basischer Mineralien sind ein genussvoller Weg, doch auch basische Kräutertees sind hilfreich.

Auch nach dieser Phase der Entschlackung ist es wichtig, täglich mindestens zwei Liter Flüssigkeit in Form von Wasser und Kräutertee zu sich zu nehmen. Hier ein Geheimtipp für den gesunden Start in den Tag: Morgens ein Glas Wasser mit dem Saft einer halben Zitrone hilft die Lebensgeister wecken und wirkt stark basisch.

Weitere Maßnahmen

Sind tägliche Bewegung und vitalstoffreiche Ernährung sichergestellt, hat sich nebenbei ein etwaiges Übergewicht verflüchtet, so können nun unterstützende Behandlungsmöglichkeiten einbezogen werden.

Tägliche intuitive Selbstmassagen des betroffenen Gewebes, vielleicht sogar zweimal täglich, aktiviert die Durchblutung und den Stoffwechsel. Massagebürsten verstärken die Wirkung.Einen ähnlichen Effekt erzielen heisskalte Wechselduschen oder das Tragen einer speziellen Anti-Cellulite-Leggins.

Es gibt viele weitere Möglichkeiten gegen Cellulie vorzugehen: Spezielle Cremes, natürliche Nahrungsergänzung, Algenpackungen, Saunagänge, Vibrationsmassage mit speziellen Geräten, Lymphdrainage, Körperwickel mit verschiedenen Packungen (Bodywrapping genannt), Koffein-Massageöl … Alle diese Methoden können wirken, jedoch ist der Erfolg von Frau zu Frau unterschiedlich. Da hilft nur ausprobieren und auf das eigene Gefühl hören.

Zuletzt noch ein Wort zu hormoneller Verhütung. Diese bringt eine Beeinflussung des hormonellen Gleichgewichts der Frau mit sich und kann tatsächlich ein Faktor sein, der das Entstehen von Orangenhaut begünstigt. Betroffene Frauen sollten sich mit einem naturheilkundlich orientierten Arzt oder einem Heilpraktiker zu diesem Thema beraten.